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„Lösung für ein umstrittenes Thema“
haehnlein-Konzept gewinnt Ideenwettbewerb Agrar & Ernährung
„An den Verbraucherwünschen orientiert und zugleich marktfähig“ – so begründet die Jury den Sieg des
haehnlein-Konzepts beim landesweiten Ideenwettbewerb Agrar & Ernährung. Besonders überzeugte die Jury, dass haehnlein eine Lösung für ein gesellschaftlich so umstrittenes Thema wie das
Kükentöten gefunden und konsequent umgesetzt habe. Der mit 25.000 Euro
dotierte Preis wurde den haehnlein-Mitinitiatorinnen Annalina und Leonie Behrens
und ihren Kolleginnen Lisa Hiddemann und Marleen Benkwitz gestern im Rahmen
des Zukunftsdialogs Agrar & Ernährung in Berlin übergeben.

Der Ideenwettbewerb Agrar & Ernährung wurde im vergangenen Jahr ins Leben
gerufen, um innovative Lösungsansätze und Geschäftsideen aus der Agrar- und
Ernährungswirtschaft zu fördern. Vertreter des gesamten Agribusiness’ waren
eingeladen, ihre Antworten auf drängende gesellschaftliche Zukunftsfragen
einzureichen. Die Jury, die sich aus namhaften Experten der Agrar- und
Ernährungsbranche zusammensetzt, bewertete Kriterien wie Innovation,
gesellschaftliche Relevanz und Umsetzbarkeit der Projektvorschläge.
Das haehnlein-Konzept aus Finkenthal im Landkreis Rostock konnte sich gegen
zahlreiche Mitbewerber durchsetzen. Gerald Dohme vom Deutschen Bauernverband lobt die Preisträger in seiner Laudatio in Berlin: „Hier wird durch den
Impuls einer moralischen Problemlage eine konsequente und hoch professionelle
Wertschöpfungskette kreiert. Die Idee trifft den Zeitgeist. Und vor allem überzeugen
die Produkte durch Geschmack.“

Das haehnlein-Konzept aus Finkenthal findet seit sechs Jahren eine sinnvolle
Lösung gegen das Kükentöten: Statt die wirtschaftlich unrentablen männlichen
Legetiere, die sogenannten Bruderhähne, wie branchenweit üblich direkt nach ihrem
Schlupf zu vergasen, zieht haehnlein sie in 120 Tagen schonend und unter
biologisch kontrollierten Haltungsbedingungen groß – querfinanziert über einen
geringen Aufpreis bei den Eiern der Schwesterhennen. Nach der Schlachtung in der
Region vermarktet haehnlein das Bruderhahn-Fleisch tiefgekühlt als Brustfilet, Keule
und Flügel national im Einzelhandel. Noch in diesem Jahr soll die erste
Convenience-Linie mit Fleisch vom Bio-Bruderhahn in den Lebensmitteleinzelhandel
kommen. Geplant sind aufwendig gestaltete Displays und Aufsteller, die an die
bestehende haehnlein-Optik angelehnt sind. Ein frisches Verpackungsdesign der
Neubrandenburger Crossmedia Agentur 13 Grad – bestehend aus appetitlichen
Rezeptbildern und informativen Textelementen – präsentiert haehnlein als nahbare
und junge Marke und soll dem Kunden weitere Kaufimpulse liefern. Weitere
Produkte wie eine Snack-Salami sind in der Vorbereitung.
haehnlein wird für sein innovatives Konzept nun mit einem Preisgeld von 25.000 €
ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit der letzten Jahre nun auf
bundesweiter Ebene gewürdigt wird. Mit dem Preisgeld wollen wir den weiteren
Ausbau unserer Bruderhahn-Aufzucht unterstützen“, sagt haehnlein-Mitinitiatorin
Annalina Behrens.

(c) Phil Dera für DIE ZEIT