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So lecker, wie selbst geerntet

Das weiß doch jedes Kind! Heißt es. Aber woher sollst du wissen, wie Bio-Kartoffeln angebaut werden und was alles dahinter steckt? Wir wollen, dass du förmlich dabei sein kannst, wie deine Kartoffeln angebaut, gepflegt und schließlich geerntet wurden.
Dazu findest du weiter unten die einzelnen Arbeitsschritte erklärt und mit Fotos dokumentiert.

Unsere Kartoffeln werden in Mecklenburg-Vorpommern angebaut. Hierbei setzen wir auf frühe und pilzresistente Sorten. Dies ermöglicht uns, im ökologischen Landbau auf Pflanzenschutzmittel inkl. Kupfer verzichten zu können. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Auswahl an Kartoffelsorten erweitert, welche durch alle drei Kocheigenschaften oder der Schalenfarbe gekennzeichnet sind. So zählen zu unserer Sammlung z. B. Salome, Linda, Solist oder Lilly.

Der Anspruch unserer Gemeinschaft ist eine ökologische Wirtschaftsweise. Dem werden wir durch eine geschlossene, Kreislaufwirtschaft, große Sortenvielfalt und häufige Fruchtwechsel gerecht.

Sieh dir den aktuellen Stand auf unseren Kartoffelfeldern an:

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Sei beim Anbau dabei:

Standortwahl

Die Grundvoraussetzung für eine gute Ernte und leckere Kartoffeln ist die Wahl des richtigen Ackers. Bei über 6000 ha, die wir in der Gemeinschaft ökologisch bewirtschaften, können wir  genau die Flächen auswählen, auf denen unsere Kartoffeln gut wachsen und gedeihen können.

Für die Gesundheit der Pflanzen bauen wir auf einem Acker höchstens alle 7 Jahre Kartoffeln an. Das hält die pflanzenspezifische Krankheitsbelastung und Schädlingsdichte auf natürliche Weise gering.

Grunddüngung

Kartoffeln haben einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Um den Boden immer wieder gut mit Nährstoffen anzureichern, setzen wir auf Artenvielfalt in der Fruchtfolge. Verschiedene Pflanzenarten entziehen dem Boden unterschiedliche Nährstoffe und geben unterschiedliche Nährstoffe ab. Welche Pflanzen sinnvoll aufeinander folgen, beachten wir bei unserer Anbauplanung. So fördern wir ein aktives Bodenleben und verbessern den Humusaufbau im Boden auf natürliche Weise.

Zusätzlich düngen wir die Felder im Frühjahr oder Herbst. Dazu bereiten wir den Mist aus unseren Bio-Hühnerställen in unseren eigenen Biogasanlagen auf. Das erzeugt zum einen verantwortungsvolle Energie und zum anderen Substrat, das wir auf die Felder ausbringen.

Durch die Aufbereitung in der Biogasanlage können die Kleinstlebewesen im Boden die Nährstoffe leichter verstoffwechseln. Netter Nebeneffekt: es riecht auch weniger nach „Landluft“.

Bodenbearbeitung / Saatbettvorbereitung

Je mehr Steine und feste Erdplacken im Boden vorhanden sind, desto höher ist das Risiko, dass die Kartoffeln beschädigt werden. Ist der Boden stark verdichtet, kann sich die Pflanze schlecht entwickeln.

Ziel der Pflanzbettvorbereitung/Bodenvorbereitung ist daher ein lockerer, steinfreier Boden. Die entsprechenden Maßnahmen sind von der Bodenbeschaffenheit und zeitlich von den Witterungsbedingungen abhängig.

Separieren (=Entsteinen)

Darüber „steinreich“ zu sein, freuen wir uns beim Kartoffelanbau eher weniger. Kluten und Steine führen zu Deformierungen und verletzen die Kartoffeln. Nachdem wir große Dämme für die Kartoffeln vorgeformt haben, sieben wir den Boden daher mit einem sogenannten Entsteiner durch.

Pflanzgutaufbereitung

Das Pflanzgut unserer Kartoffeln bereiten wir selbst auf. Wir untersuchen es auf verschiedene Viren und Krankheiten, um die Risiken gering zu halten.

Vorkeimen

Damit unsere Pflanzkartoffeln schnell anfangen zu keimen und sich daraus robuste und gesunde Pflanzen entwickeln, lagern wir sie zum Vorkeimen mit viel Licht, molligen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Pflanzen

Ist der Boden gut vorbereitet, die Temperatur bei mind. 6 Grad und der Boden halbwegs abgetrocknet, machen wir uns endlich an das Pflanzen.

Dabei bringen wir jede einzelne Knolle möglichst schonend in die Erde, damit die feinen Keimlinge nicht abbrechen.

Sind die Knollen in Reih und Glied gesetzt, werden sie „zugedeckt“. Die Dämme sind in diesem Stadium noch flach. So dringt die Sonneneinstrahlung in den Boden bis zur Knolle.

Striegeln

Über den gut vorbereiteten Boden, freut sich nicht nur die Kartoffelpflanze,  sondern auch das Unkraut. Das schießt schon nach kurzer Zeit aus dem Boden und konkurriert mit der Kartoffel um die kostbaren Nährstoffe.

Deshalb „striegeln“ wir die Dämme schon bevor sich das Unkraut richtig entwickeln kann. Dafür fahren wir mit besonders leichten Traktoren über die bestellten Felder und „harken“ das gewachsene Unkraut mechanisch aus –das ist aufwändig, aber dafür Unkrautbekämpfung ganz ohne Chemie.

Hacken (mehrere Durchgänge)

Nach einer gewissen Wachstumsphase gehen wir auch dem Unkraut zwischen den Dämmen an den Kragen. Wie im Garten, wird das Unkraut dabei gehackt – bei uns nur mit deutlich mehr PS.

Je nachdem wie hoch der Unkrautdruck ist, müssen wir die Furchen mehrfach hacken.  Wie oft will gut überlegt sein, denn die feinen Wurzeln der Kartoffelpflanze können dadurch auch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Steine absammeln

Durch die verschiedenen  Arbeitsschritte holen wir immer wieder Steine aus dem Boden. Bleiben große Steine liegen, können diese die Hack- und Erntetechnik beschädigen. Deshalb müssen wir immer wieder Steine absammeln – dort wo es mit Technik nicht funktioniert und die Pflanzen verletzt werden könnten, auch in Handarbeit.

Anhäufeln

Damit unsere Kartoffelknollen sich weiter gut entwickeln können, brauchen sie Schutz. Im nächsten Schritt bauen wir daher größere Dämme und häufeln die bestehenden an. So schlummern die Kartoffeln gut geschützt in einem dicken Bett.

Praktisch: Vorhandenes Unkraut wird dabei zum Teil verschüttet und kann der Kartoffelpflanze keine Nährstoffe mehr „klauen“.

Bewässerung

Kartoffeln sind durstig. Wenn der Boden leicht ist und die Niederschläge knapp, bewässern wir unsere Kartoffeln. Dafür verlegen wir Schläuche in der Kartoffelfurche.

Unsere Tröpfchen-Bewässerung ist sehr ressourcenschonend. Statt in der Sonne zu verdunsten, kommt das Wasser direkt an der Wurzel an – dort wo es gebraucht wird.

Feldbegehungen / Bestandskontrollen

Wir behalten die Entwicklung unserer Kartoffeln genau im Auge und passen die nächsten Arbeitsschritte entsprechend an. Trotz bester Vorkehrungen, kann es vereinzelte kranke Pflanzen geben.

Solche Pflanzen oder solche, die auf einen Virenbefall hindeuten, entfernen wir frühzeitig. So verhindern wir ein Ausbreiten und sichern den restlichen Bestand.

Probegrabungen / Verkostungen

Bevor die Ernte vorbereitet werden kann, muss der richtige Zeitpunkt abgepasst werden. Dazu gehen wir immer wieder auf die Felder und buddeln probeweise Kartoffeln aus.

Wenn wir mit der Entwicklung und dem Geschmack zufrieden sind, kann es losgehen. Wenn nicht, geben wir den Kartoffeln noch Zeit – so viel wie sie eben brauchen.

Bewässerungsrückbau

Als nächstes bauen wir Wasserschläuche wieder ab –
Reihe für Reihe. In diesem Jahr, das besonders trocken ist, haben wir insgesamt über 800 km Schläuche verlegt.

Krautschlagen

Beim Krautschlagen wird die Pflanze „einen Kopf kürzer gemacht“. Dadurch unterbrechen wir die Photosynthese und damit den Stoffwechsel und das Wachstum der Knolle. Sie reift ab. Die Schale wird fest und die Knolle löst sich von den Wurzeln der Pflanze ab, weil kein Nährstofftransport mehr stattfindet. Je nach Sorte können wir ca. 3 Wochen später ernten.

Ernte

Für die Ernte benötigen wir trockenes, nicht zu warmes Wetter. 30 Grad sind der Kartoffel bspw. zu warm. Das Risiko von Beschädigungen steigt dann und die Lagerfähigkeit nimmt ab.

Bei der Ernte, dem Roden, achten wir auf ein knollenschonendes Vorgehen. Der Kartoffelroder nimmt dazu einen Großteil des Erdreiches samt den Kartoffelknollen auf und befördert alles auf einem Siebband zum Sortieren. Durch Vibrationen fallen die Erde und aufgenommenes Unkraut nach unten zurück auf den Acker. Letzte Steine sortieren wir händisch aus.

Von hier geht es in großen Kartoffelkisten in unser Lager, wo wir die Kartoffeln behutsam aufbewahren, sortieren und schließlich verpacken.

Kartoffeln und Fleisch
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Unsere Kartoffelfelder

In diesem Jahr haben wir unsere Bio-Kartoffeln auf 9 Feldern angebaut. Damit du weißt und nachvollziehen kannst, wo deine Kartoffeln herkommen, ist auf jedem Kartoffelbeutel das Feld ausgewiesen, von dem deine Kartoffeln stammen. Hier kannst du dir den aktuellen Stand pro Feld ansehen und später bei der Ernte dabei sein.

Bobbin

Finkenthal 07

Fürstenhof 01.1

Fürstenhof 02

Fürstenhof 03

Eschenhörn 2.6.1

Eschenhörn 03

Eschenhörn 05.1

Eschenhörn 06